Kleiner Reisebericht
Am 21.03.2002 starteten von Rathenow 6 Verwegene in 3 Geländewagen Richtung Italien.Von Genua ging es mit der Fähre übers Mittelmeer nach Tunis.Das Wüstenfieber hatte uns schon Wochen vorher gepackt.Die Autos waren vollgeladen mit allerlei Nützlichem,Schmackhaftem und Hochprozentigem.Die Tour nach Südtunesien war in diesem Jahr wieder interessant und sehr abwechslungsreich.
Das Wetter hielt einige Tücken für uns bereit.Von -1 Grad nachts bis 49 Grad am Tage(im Auto), 3 Tage heftigster Sandsturm in den Dünen bis hin zu Gewitterregen in der Wüste,uns blieb nichts erspart.Aber genau so wollten wir es ja.Schönes Wetter gibts nur für die Zuhausebleiber.Die Durchkommer nehmen alles gelassen.
Die Route führte uns von Tunis Richtung El Kef zu den Stauseen
(beim Angeln hatten wir allerdings kein Glück)
Einen Haken über Kairouan,dann zurück an die algerische Grenze nach Oum el Ksab, Richtung Bergoasen nach Tamerza und Chebika,weiter Richtung Nefta in die großen Dünen zu den Filmkulissen von Star Wars I.
Dann kam der Sandsturm.Die Direktroute von Douz nach Ksar Ghilane kostete uns volle 2 Tage.17 Kilometer vor dem Ziel ging nichts mehr.Der Sandsturm war so heftig,daß wir schweren Herzens beschlossen umzukehren.Die Nacht im Sandsturm war nicht so schlimm wie wir dachten.Dank Djamel wurden wir von den Tunesiern ans Feuer eingeladen,der Abend war super.Am nächsten Tag zurück nach Douz und dann die Pipelinepiste runter (150 km Umweg) nach Ksar Ghilane.(heiliges Wellblech)Am Abend wurden alle durch ein Bad in der warmen Quelle von Ksar Ghilane entschädigt.
Ostersonntag war Eiertrudeln in den Sanddünen angesagt,Spaß muß sein.Überhaupt hat der Zusammenhalt auf der Reise großen Spaß gemacht.Die Einheimischen hatten wohl ein Gespür für gute Laune und so war unser Lagerfeuer immer beliebter Treffpunkt für alle möglichen Leute.Der Nachteil war nur, daß unsere Bier-und Whyskivorräte schneller schrumpften als geplant.Richtung Djerba ging es weiter auf der Route durch die Daharberge über Beni Kheddache und Medenine.Unsere Mädels auf Djerba kurzer Hand aus dem Hotel entführt und zurück in die Pampa.
Nochmal zwei Tage Sandsturm und Gewitter.Egal war trotzdem super.Am letzten Tag für die Strecke von Djerba nach Tunis(580 km) glatte 10 Stunden.Unterwegs das totale Chaos.Teilweise durch den Sandsturm nur 2 Meter Sicht.Im Regen kamen wir im Fährhafen an,trotzdem hatten wir eines der besten Camps der ganzen Tour.Am letzten Tag wartete schon die alte HABIB auf uns.Gelassen karrte Sie uns und die Technik zurück durch den Sturm nach Genua.Nur die Leute blieben nicht so gelassen,so mancher gab das Abendessen an die Fische weiter.
Fazit: 2 Wochen Tunesien sind zu wenig.Wir kommen wieder im nächsten Jahr.Danke an alle freundlichen Leute im ganzen Land, an die Polizeieskorte kurz vor Tozeur, an Djamel,der sein bestes gab im Sandsturm,an Momo der uns vom Wodka befreite,an Nasser, der die nette Wasserpfeife stoppfte(auerha),an die coolen Grenzer und an das Team von der El Chott-Rally die uns gezeigt haben, daß Reisen nicht gleich Reisen ist.
Und vor allen Dingen an Schlappi, Maggi, Dörte,Tönungstoni, Kussi, Steffi, Ulli, Dani und Robin ,die in diesem Urlaub reichlich Staub zu schlucken hatten.
Die Reise dauerte im Ganzen vom 21.03.2002 bis zum 07.04.2002.
Preiswerter kann man kaum verreisen.Der Kassensturz ergab pro Nase 850,-Euro für die komplette Tour.Und das incl.Spritt,Fähre,Verpflegung,Getränke usw.
Wer also Lust bekommen hat, im nächsten Jahr mit in die Sahara zu reisen, der schickt einfach eine Mail. www.autohaus-krueger@t-online.de
 
In Scha Allah
Matze Krüger
Bleibt zu hoffen, daß durch die jüngsten Ereignisse auf Djerba der Saharatourismus
nicht ernsthaft gefährdet wird.Uns sind jedenfalls nur freundliche ,aufgeschlossene Menschen begegnet.Bevor der Konflikt zwischen Israel und Palästina nicht geklärt ist, wird die arabische Welt keine Ruhe finden.Schreibt Eure Meinung in unser Gästebuch.Hier
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aber reichlich Material